Die Bedeutung des G-Werts für eine Großflächen- und Ganzsäulenkampagne hat Ähnlichkeiten mit der Bedeutung des G-Punkts für die Frau: Wer nicht weiß, was er ist, wird es schwer haben, seine Kampagne zum Höhepunkt zu bringen.
Bei der Auswahl geeigneter Flächen für eine Kampagne ist der G-Wert oft das einzig offensichtliche Qualitätsmerkmal.
Wir haben das Mysterium G-Wert für Sie enträtselt:
Der G-Wert gibt an, wie viele Passanten pro Stunde sich an ein durchschnittlich aufmerksamstarkes Plakat an einem bestimmten Standort erinnern können. Somit dient der G-Wert dazu, das Preis/Leistungsverhältnis der Kampagne beurteilen zu können.
Eine der wichtigen Grundlagen der Bewertung der Plakatwerbung sind die Kontaktchancen, also die Anzahl der Menschen, die per Auto, per Rad, zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an dem Plakat vorbei kommen. Der zweite Bewertungswert ist der Werbeträger selbst.
Hier eine kleine Auswahl der komplexen Bewertungskriterien in der Plakatwerbung:
- Stellenbewertung
- Sichtbarkeitsdauer
- Seitenabstand zur Verkehrsachse
- Winkel der Werbefläche zur Verkehrsachse
- Höhe der Anbringung
- Beleuchtung
- Sichthindernisse
- Wartesituation (Ampel)
- Umweltkomplexität
- Situationskomplexität
All diese Faktoren werden mit den aufgezeichneten Frequenzen (Kontaktchancenzahl) in einem multiplikativen System verrechnet. Als Ergebnis gibt es für den Standort den G-Wert. Zwei Beispiele sollen verdeutlichen, welche Einfluss die Stellenbewertung auf den G-Wert haben können.
Das Schaubild macht deutlich, welchen Einfluss der Abstand der Plakatfläche zur Verkehrsachse hat. Je dichter die Plakatfläche am Verkehrsstrom ist, desto bessere Kontakt- und Wahrnehmungschancen bestehen für das Plakatmotiv.
Ein weiteres Kriterium ist beispielsweise der Winkel der Plakatfläche zur Verkehrsachse. Das hat entscheidenden Einfluss auf die Sichtbarkeit, wie es in dem schematischen Beispiel einfach skizziert ist. Steht die Plakatfläche im 90° Winkel, so bewegt man sich regelrecht auf das Motiv zu.
Steht die Fläche im 0 Winkel zur Verkehrsachse, ist die Sichtbarkeit eingeschränkt und die Erinnerungswerte entsprechend niedrig.
Was bedeutet nun also ein G-Wert von 70?
In der Leistungsberechnung geht man von einer Werbedauer pro Tag von 14 Stunden aus. In unserem Beispiel sind Säulen für eine Dekade (9 Tage) gebucht.
G-Wert 70 = 70 erinnerungswirksame Kontakte pro Stunde
Dekadenwert = 70 x 14 (Stunden) x 9 (Tage) = 8.820 Kontakte erreicht eine Plakatfläche
Kampagnenleistung = 250 Plakatflächen x 8.820 Kontakte = 2.205.000 Kontakte gesamt
Aus der Kampagnengesamtleistung können sich nun die Tausenderkontaktpreise ableiten.
Und nun wünschen wir viel Erfolg bei Ihrer Kampagnenplanung!




Durch Zufall auf Ihre Veröffentlichung gestoßen. Und Obwohl ich von der Materie nicht den kleinsten Schimmer habe fand ich das doch interessant und nette Anekdote zum G Punkt. Aber!!!, als was fuer ne Abkürzung steht denn nun das G im G wert?
Hallo Herr Fulhorst! Wir freuen uns immer über zufällige Besucher in unseren Blog! Das “G” in G-Wert steht für “Gesamt”, was wohl etwas unspektakulärer ist als der Gräfenberg-Punkt